Heimatstube Heimenkirch
Sürgenstr. 1
88178 Heimenkirch
Öffnungszeiten
Immer am 1. Samstag im Monat von 14.00-17.00 Uhr oder nach Vereinbarung!
Kontakt Vorstand:
Frau Anni Mader
Leiblachstr. 6, 88178 Heimenkirch
Tel. 08381 / 8309181
Text und Bilder: Angela Feßler, Ortsheimatpflegerin
Ab Januar 1987 gab es in Heimenkirch mit Angela Feßler erstmals eine öffentlich bestellte Ortsheimatpflegerin. 1990 wurden ihr von der Marktgemeinde Heimenkirch im alten Pfarrhof, dessen Bau am 8. Januar 1840 genehmigt wurde, zwei Zimmer für eine „Heimatstube“ zur Verfügung gestellt. Der erste Spender von Ausstellungsstücken war der 1900 geborene Willi Locherer. Die Mitglieder des Kreisheimattages Lindau waren im Januar 1991 die ersten Besucher, die dieses kleine Areal, das noch in den Kinderschuhen steckte, besichtigten.
Am 1. April 1998 wurde der „Freundeskreis Heimatstube“ gegründet mit dem Ziel, alles Erhaltenswerte zu sammeln und zu archivieren: Schriften, Urkunden, Bilder und auch Dinge, die an alte Einrichtungen wie die Schule, Mühlen oder ehemalige Betriebe, die den Neuerungen zum Opfer fielen, erinnern.
Die Vorsitzenden, die auch die Heimatstube betreuten, waren Christine Rogg bis 2000. Danach hat Albert Dirr bis November 2014 die Leitung und die Heimatstube übernommen. Sein besonderes Interesse galt der frühen Besiedlung Heimenkirchs und den Übersetzungen altdeutscher Handschriften. Als 2007 die zwei weiteren Räume im Erdgeschoss frei wurden, sie wurden von der Musikschule und dem Kirchenchor genutzt, konnte sich die Heimatstube im gesamten Erdgeschoss ausbreiten und hat seitdem mit dem Mittelraum fünf Räume mit ca. 90 Quadratmeter zur Verfügung.
Auf ihn folgte Anna Mader. Sie hat die gesamten Unterlagen im Archiv digitalisiert und so für die Zukunft sichergestellt. Außerdem veranstaltete sie immer wieder Sonderausstellungen wie 2017 über die „Riedhirscher Faschingsumzüge“ oder 2018 „Gründung und Werdegang des TSV Heimenkirch und die Geschichte der Familie Zacherl“. Hans Zacherl, der in den 1950er-Jahren bei Kunstturnmeisterschaften nahezu unbesiegbar war und bei den Deutschen Meisterschaften im Zehnkampf der Kunstturnklasse mit nur 3,75 Punkten hinter dem Olympia-Teilnehmer und Gerätespezialist Adalbert Dickhut Vizemeister wurde. Außerdem gestalteten sie 2022 bei der 400-Jahr-Feier des Paul-Bäck-Hauses mit zahlreichen Fotos eine Ausstellung über Alt Heimenkirch.
Seit 1. April 2016 gibt es auch einen Heimatstuben-Stammtisch, die Hoschtube, bei welcher bei auf vielerlei Art die „Allgäuer Sproch“ und ihre Ausdrücke gepflegt werden. Es gibt immer wieder Gruppenführungen und es kommen immer wieder viele Anfragen zu Ahnenforschungen.
Raum 1 – rechts zur Straße, zum Rathaus
Das Schatzkästchen für Ahnenforscher. Hier befinden sich schriftliche Unterlagen wie Schaffbücher, alte Urkunden …….. aber auch Devotionalien und kirchliche Erinnerungsstücke.
Raum 2 – rechts zur Straße, zur Kirche
Haushaltsgegenstände und Sportartikel, alte Schränke, altes Geld
Raum 3 – Mitte
Andenken an das Kino in Heimenkirch, Käsereigegenstände und Erinnerungen an die Sennlokale
Raum 4 – links zur Kirche
Platz für eine gemütliche Hoschtuben-Hockate, Kinderspielzeug
Raum fünf – links zum Rathaus
Erinnerungen an altes Gewerbe, Miniaturwerkzeuge- geschaffen von Josef Häusler von der Hammerschmiede, Erinnerungsstücke an die Brauerei Karg, ein Modell der Großenmühle
Es gibt noch viele Exponate, die ausgestellt werden könnten. Als aber 2022 die obere Wohnung im alten Pfarrhof frei wurde, wurde sie, zum großen Bedauern von Anna Mader an das Landratsamt vermietet.
Angela Feßler
Ortsheimatpflegerin
